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Samstag, 18. November 2017

06.09.2017

Umsatzanstieg im Markt der Unterhaltungselektronik

Pünktlich zum Start der IFA 2017 veröffentlichte der Branchenverband Bitkom seine aktuelle Prognose für den Unterhaltungselektronikmarkt. Leichter Anstieg des Umsatzes bei klassischen Consumer Electronics.

Foto: daboost/stock.adobe.com

Bis August 2017 ist der Gesamtumsatz für klassische Unterhaltungselektronik nur leicht angestiegen. Voraussichtlich wird der Absatz von Fernsehern, Digitalkameras, Audio-Anlagen oder Spielkonsolen bis Ende 2017 in Deutschland um 2,6 Prozent auf 9,44 Milliarden Euro steigen. Dies verkündete der Digitalverband Bitkom basierend auf aktuellen Prognosen der Marktforschungsunternehmen EITO und GfK.

Mit einem Marktanteil von 44 Prozent bleiben Fernseher das wichtigste Standbein der klassischen Unterhaltungselektronik. Bis zum Jahresende 2017 werden voraussichtlich mehr als sieben Millionen Geräte verkauft. Dies entspricht einem Plus von 2,4 Prozent. Der Umsatz steigt um 4,3 Prozent auf 4,18 Milliarden Euro.

Steigender Einfluss des Smartphones

„Der leichte Umsatzanstieg geht einher mit einer wachsenden Bedeutung von mobilen Geräten wie Smartphones, Tablets und Wearables“, sagte Martin Börner, Mitglied des Bitkom-Präsidiums, im Vorfeld der IFA in Berlin. „Gerade das Smartphone hat in den vergangenen zehn Jahren unser Leben tiefgreifend verändert: Es hat sich zum universellen Zugriffspunkt auf Kommunikation, Inhalte und Dienste entwickelt“, so Börner.

Mit einem Volumen von 9,77 Milliarden Euro im laufenden Jahr wird der deutsche Smartphone-Markt voraussichtlich einen höheren Umsatz als die klassische Unterhaltungselektronik erzielen. Einen großen Anteil an der Entwicklung haben insbesondere Phablets , Smartphones ab einer Display-Größe von 5,5 Zoll, mit einem Absatzrekord von fünf Millionen verkauften Geräten. Laut Bitkom wird der Absatz von Phablets im Jahr 2017 um 8,2 Prozent steigen. Somit machen die Geräte 21 Prozent der gesamten Smartphone-Verkäufe aus.

Markt für Wearables boomt

Bitkom rechnet für den Gesamtmarkt der Wearables, Smartwatches und Fitness-Tracker mit einem Absatzrekord von 2,81 Millionen Geräten sowie einem Umsatzrekord von 468 Millionen Euro. Davon werden allein Smartwatches mit voraussichtlich rund 1,26 Millionen verkauften Geräten (plus 27,2 Prozent) einen Umsatz von rund 325 Millionen Euro erzielen. Das entspricht einem Anstieg von 44,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Markt für Digitalkameras bricht weiter drastisch ein. Verantwortlich dafür sind Smartphones. Den Prognosen zufolge sinken die Absatzzahlen für Digitalkameras um 14,2 Prozent auf zwei Millionen Geräte. Beim Umsatz wird ein Minus von zwei Prozent auf 880 Millionen Euro erwartet.