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Freitag, 19. April 2019

02.04.2019

Zweites bundesweite Digitalradioangebot geplant

Im vierten Quartal 2019 plant Antenne Deutschland GmbH & Co. KG den Start des zweiten bundesweit empfangbaren Digitalradioangebots (DAB+).

(Bild: ibreakstock / stock.adobe.com)

Ein Testbetrieb soll zur Internationalen Funkausstellung (IFA), vom 6. bis 11. September 2019 erfolgen. Programmacher und Content-Anbieter zeigen großes Interesse. Die zweite bundesweite DAB+-Plattform baut das Radioangebot in Deutschland aus und macht es vielfältiger. Hörer können zum Start auf einen attraktiven Mix aus bis zu 16 zusätzlichen bundesweiten, neuen und etablierten Programmen in bester digitaler Sound-Qualität zurückgreifen.

Großes Interesse der Anbieter

Antenne Deutschland plant, neben der Verbreitung eigener Programme, auch Drittanbietern Sendeplätze zur Verfügung zu stellen. Die ersten Gespräche mit etablierten Hörfunkveranstaltern und weiteren Content-Anbietern laufen bereits. Eine erstinstanzliche Gerichtsentscheidung, die die Inbetriebnahme der Plattform für den zweiten Bundesmultiplex untersagt hatte, ist verantwortlich für den zeitlichen Aufschub des Aufbaus der Plattform.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Sachsen hat inzwischen diese Entscheidung aufgehoben. „Gemeinsam mit dem OVG Sachsen sind wir der Auffassung, dass die Nutzung der zugewiesenen Plattformfrequenzen von großer gesellschaftlicher Relevanz ist. Ihr jahrelanges Brachliegen wäre unverantwortlich gegenüber Hörern, Programmanbietern und dem digitalen Radiostandort Deutschland“, erläutern Willi Schreiner, Geschäftsführer Absolut Digital und Arnold Stender, seit 1. April 2019 Geschäftsführer Media Broadcast.

Größere Reichweite und weiteres Wachstum auf dem Radiowerbemarkt

„Digitalradio ist attraktiver denn je. Die Nachfrage von Radiomachern und Content Anbietern nach den begrenzten DAB+-Sendeplätzen ist aktuell sogar höher als zum Zeitpunkt der Zuweisung der Lizenz Ende 2017. Programm- und Content-Anbieter wissen: Es handelt sich hier um die letzten bundesweit verfügbaren Sendeplätze für terrestrisches Radio“, ergänzen Stender und Schreiner.

Hörfunkanbieter, die überregional operieren möchten, zielen mit dem Start im zweiten DAB+ Bundesmultiplex auf größere Reichweite und weiteres Wachstum auf dem Radiowerbemarkt ab, erklärt James Kessel, Geschäftsleiter Produktmanagement bei Media Broadcast, der die Gespräche mit Drittanbietern leitet. Auf diese Art und Weise können Content-Anbieter wiederum ihre Inhalte und Marken in das Medium Radio verlängern, das terrestrisch, aufgrund der Frequenzlage, auch in Zukunft ein knappes Gut bleiben wird.
 




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